|
Zürich, 2. September 2008
Greater Zurich Area: Internationale Offenheit und
Nähe zu führenden Hochschulen beflügeln den Technologiesektor
Studie «Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich» bestätigt
die hohe Attraktivität des Wirtschaftsraumes als
Technologiestandort
Der Wirtschaftsraum Zürich profitiert
weiterhin von seiner internationalen Anziehungskraft und der
Offenheit gegenüber ausländischen Unternehmen und Arbeitnehmern.
Dass diese Faktoren für die Zukunftsfähigkeit des Informations-
und Kommunikationstechnologiesektors zentral sind, zeigt auch
die sechste Ausgabe der Studie «Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich», die am
Dienstag, 2. September am Forum Standortmonitoring der Greater
Zurich Area präsentiert wird.
Die Ansiedlung einer Reihe prominenter Firmen und
Institutionen der Informations- und Kommunikationstechnologie
(ICT) in und um Zürich in den letzten Jahren hat die
internationale Wahrnehmung des Wirtschaftsraumes Zürich als
Technologiestandort merklich verstärkt. Die durch diese
Ansiedlungen entstandene Dichte an Spezialisten zog weitere
ICT-Unternehmungen in die Region. Die Studie „Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich“ bestätigt, dass sich der durch die
zunehmende Nachfrage ausgelöste Mangel an einheimischen
Spezialisten in einer Zunahme der Beschäftigten mit
ausländischer Nationalität niederschlägt: Der Anteil der
ausländischen Beschäftigten im ICT-Sektor ist in den meisten
Regionen des Wirtschaftsraumes Zürich seit 2001 kontinuierlich
gestiegen. In anderen Technologiebranchen präsentiert sich ein
noch deutlicheres Bild: In der Elektrotechnik, der Chemie und
Pharma sowie in der Forschung besitzen über 30% aller
Beschäftigten einen ausländischen Pass, in der
Kunststoffindustrie sogar über 40%.
Ein wichtiger Standortfaktor für den Wirtschaftsraum Zürich sind
die Hochschulen. Die ETH und die Universität Zürich belegen in
internationalen Rankings immer wieder Spitzenplätze. Für
spezialisierte Technologieunternehmen sind sie attraktive
Kooperationspartner in Forschung und Entwicklung. Gemeinsam mit
einer Reihe spezialisierter Fachhochschulen sorgen sie zudem für
Nachschub an gut ausgebildeten Spezialisten. Die Studie stellt
fest, dass innerhalb der Greater Zurich Area die Verfügbarkeit
solcher Spitzenkräfte für den Informations- und
Kommunikationssektor stark auf die Ballungszentren konzentriert
ist. In der Stadt Zürich und den nahen Agglomerationen, in der
Stadt Winterthur sowie in der Region Lorzenebene/Ennetsee (ZG)
üben über 3% der ansässigen Erwerbstätigen einen ICT-Beruf aus.
Eine weniger hohe Dichte, aber dennoch ein hohes Volumen weisen
die Regionen Luzern, Aarau, Solothurn, St. Gallen/Rorschach und
das westliche Zürcher Oberland auf.
Starke Position des Wirtschaftsraumes im internationalen
Standortwettbewerb
Dass sich in den letzten Jahren zunehmend ausländische
Unternehmen hier niederlassen oder sich an einheimischen
Unternehmen finanziell beteiligen, ist nicht nur die Folge der
allgemeinen Globalisierung, sondern zeigt insbesondere auch,
dass sich der Wirtschaftsraum Zürich im verschärften
internationalen Wettbewerb erfolgreich behaupten konnte.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Greater Zurich Area ist
stark von ihrer Attraktivität im internationalen
Standortwettbewerb abhängig. Eine herausragende Infrastruktur an
zentralster Lage in Europa, eine attraktive Besteuerung und
interessante Steuermodelle, die einfache Rekrutierung von
qualifizierten und ausnehmend produktiven Arbeitskräften, der
Zugang zu führenden Lehr- und Forschungsinstitutionen und zu
Schlüsseltechnologien der Zukunft – all dies, zusammen mit der
weltweit einmaligen Lebensqualität, schaffen beste
Voraussetzungen für den bleibenden Erfolg im Wettbewerb um die
attraktivsten Unternehmen und höchst qualifizierten
Arbeitskräfte und damit auch für die Volkswirtschaft der Greater
Zurich Area.
Die ausländischen Unternehmen sind über die Technologiebranche
hinaus wichtige Arbeitgeber im Wirtschaftsraum Zürich. Gemäss
der Studie „Standortmonitoring Wirtschaftsraum Zürich“ waren
bereits 2005 über 9% der Beschäftigten in ausländischen
Unternehmen tätig. Die höchste Dichte an ausländischen
Unternehmen wies die Flughafenregion Glattal mit 23% der
Beschäftigten auf. Diese Region hat sich seither noch stärker
als bevorzugter Standort für Hauptsitzfunktionen von
international tätigen Unternehmen positionieren können.
Ebenfalls hohe Beschäftigungsanteile verzeichneten die
grenznahen Regionen Fricktal, Schaffhausen, Bündner Rheintal und
Sankt Galler Rheintal sowie Baden, die Region Zimmerberg und das
Furttal.
***
Nebst dem Schwerpunktthema Informations- und
Kommunikationstechnologie befasst sich die diesjährige Studie
unter anderem auch mit der Standortqualität der einzelnen
Regionen innerhalb des Wirtschaftsraumes. Sie stellt fest, dass
die Standortqualität der Regionen im Wirtschaftsraum Zürich in
den vergangenen fünf Jahren weiterhin auf hohem Niveau blieb und
dass neben Zug, Zürich, Schwyz und Aargau neuerdings auch der
Thurgau zu den Standorten mit einer im Schweizer Vergleich
überdurchschnittlichen Attraktivität gehört. Sie untersucht
ferner auch die Frage, wie stark die Exportnachfrage nach
hiesigen Gütern von der sich abzeichnenden Konjunkturschwäche
betroffen sein wird. Die Ökonomen der Credit Suisse erwarten,
dass aufgrund der zunehmenden internationalen Diversifizierung
im Aussenhandel sich die Verlangsamung der US-Konjunktur im
Wirtschaftsraum Zürich nur schwach auf die gesamte
Exportnachfrage auswirken wird.
Martin Neff, Leiter Economic Research, Credit
Suisse, wird die wichtigsten Ergebnisse der Studie am Forum
Standortmonitoring präsentieren.
Datum: Dienstag, 2. September 2008, 17.00 h Veranstaltungsbeginn
Ort: Lake Side Casino Zürichhorn, Zürich
Über die Studie Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich
Das Standortmonitoring Wirtschaftsraum Zürich wird von der
Credit Suisse im Auftrag der Stiftung Greater Zurich Area
Standortmarketing erstellt. Neben den messbaren Faktoren der
Standortqualität wird die Wahrnehmung des Wirtschaftsraumes von
einer Fülle weiterer Kriterien geprägt. Während der
Wirtschaftsstandort in der internationalen Betrachtung als
Einheit angesehen wird, offenbart die Detailansicht erhebliche
Unterschiede in der Attraktivität der einzelnen Teilregionen.
Ziel des jährlichen Standortmonitoring zum Wirtschaftsraum
Zürich ist es, die Wahrnehmung und die Kenntnis dieses Raumes in
der Öffentlichkeit zu fördern und einen Beitrag zur Stärkung der
funktionalen Optik eines Gebiets zu leisten, in welchem die
Diskrepanz zwischen administrativer und funktionaler
Betrachtungsweise immer grösser wird.
Medienkontakt:
Claudia Magri, Head of Communications, Telefon +41 44 254 59 07
Medien
|