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Zürich, 31. August 2009
Greater Zurich Area: Innovationsdynamik
unterstützt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des
Wirtschaftsstandortes
Die Schweiz und speziell der Wirtschaftsraum
Zürich sind bezüglich Innovationsfähigkeit und
Innovationsleistung besser als ihr Ruf. Dies geht aus der von
Credit Suisse im Auftrag der Stiftung Greater Zurich Area
Standortmarketing erstellten siebten Ausgabe der Studie
«Standortmonitoring Wirtschaftsraum
Zürich» hervor. Die schwache
Innovationsdynamik der neunziger Jahre liess Zweifel aufkommen,
ob der Standort Schweiz über die richtigen Rahmenbedingungen für
eine innovative und letztendlich erfolgreiche wirtschaftliche
Entwicklung verfügt. Die Studie zeigt jedoch, dass sich die
Innovationsleistung der Schweiz seither sowohl hinsichtlich der
für die Erbringung innovativer Leistungen eingesetzten
Ressourcen als auch hinsichtlich der Resultate von
Innovationsprozessen stark verbessert hat.
Innovation wird auf allen Ebenen von Wirtschaft und Gesellschaft
zunehmend als Schlüssel zum Erfolg angesehen, als Zaubermittel
für Wachstum und Wohlstand, Beschäftigung und Lebensqualität.
Gerade für ein Land wie die Schweiz mit wenig Rohstoffen und
relativ hohen Arbeitskosten sind eine hohe Innovationsfähigkeit
und -leistung entscheidend, um im globalen Wettbewerb der
Standorte bestehen zu können.
Verbesserte Innovationsleistung der Schweiz
Die Schweiz weist im Innovationsbereich seit jeher einen hohen
Internationalisierungsgrad auf, und die von Schweizer
Unternehmen im Ausland getätigten Investitionen für Forschung
und Entwicklung liegen deutlich über denjenigen anderer
OECD-Länder wie Deutschland, Schweden, Finnland, den USA oder
Japan. Diese internationale Ausrichtung hat zu einer verstärkten
Vernetzung mit globalen Wissenszentren geführt und verschafft
der Schweiz heute einen zusätzlichen komparativen Vorteil.
Die hauptsächlich von der Privatwirtschaft getragenen
Forschungsinvestitionen fallen auf fruchtbaren Boden. Sowohl das
Niveau und die Entwicklung als auch die Ausrichtung der
Patentaktivität von Schweizer Erfindern sind international top.
Die Tatsache, dass Schweizer Firmen neue, wissenschaftsnahe und
zukunftsträchtige Technologiefelder lange Zeit vor allem im
Ausland erforschten, weckte Befürchtungen, dass die Zukunft des
Technologiestandorts Schweiz im Ausland liege. Neue Analysen der
Patententwicklung zeigen jedoch einen tiefgreifenden
Strukturwandel. Die hiesige Industrie gewinnt in neuen
Technologiefeldern wie der Biotechnologie an Substanz und hat
sich mittlerweile in Bereichen wie der Medizinaltechnik und der
pharmazeutischen Industrie eine starke Position erarbeitet, die
sich in einer steigenden Patentaktivität widerspiegelt.
Nachhaltige Spin-offs
Die ETH Zürich gilt in der Schweiz als Vorreiterin beim
Technologie-Transfer über Spin-offs und zählt weltweit zur
Spitzengruppe der Technischen Hochschulen. Die Spin-offs der
letzten Jahre stammten vorwiegend aus den Bereichen Informatik
und Kommunikationstechnologien, Beratungen und Dienstleistungen,
Elektrotechnik sowie Biotechnologie und pharmazeutische
Produkte. Sie weisen eine im internationalen Vergleich
überdurchschnittlich hohe Überlebensrate aus. Der Zugang zu
Risikokapital wird zwar als Erfolgsfaktor für das Wachstum und
die Wertschöpfung der neu gegründeten Firmen angegeben, und nach
anfänglicher Verzögerung scheint die Schweiz bei dieser
Finanzierungsform auch langsam Boden gutzumachen. Die Tatsache,
dass Zürcher Spin-offs mit bedeutend weniger Startkapital im
Vergleich mit anderen Universitäten im Ausland sich als
nachhaltig erweisen, deutet jedoch darauf hin, dass auch andere
Faktoren wie unternehmerisches Denken für das Überleben einer
Firma eine wichtige Rolle spielen.
Innovative Industriesektoren im
Wirtschaftsraum Zürich
Ein wichtiger Faktor für die Innovationskraft einer Region ist
das Reservoir an Arbeitskräften aus Branchen mit
überdurchschnittlichem Innovationspotential. Die höchste
Konzentration weisen dabei die Städte Zürich und Winterthur
sowie die Regionen Schaffhausen, Baden, Fricktal, Grenchen,
Lorzenebene/Ennetsee sowie St.Galler Rheintal auf. Viele
Regionen des Wirtschaftsraums können sich auch im Handel mit
innovationsintensiven Produkten behaupten und erzielen dadurch
eine im gesamtschweizerischen Vergleich überdurchschnittliche
Wertschöpfungsintensität.
Gemäss der Studie haben in den letzten Jahren zahlreiche
Regionen des Wirtschaftsraums Zürich den Strukturwandel von
ressourcenbasierten und Lowtech-Produkten hin zu
innovationsintensiven Leistungen vollziehen und sich so im
internationalen Wettbewerb der Industrie erfolgreich
positionieren können. Spitzenwerte erreichen neben dem Zürcher
Oberland auch die Regionen Baden/Brugg/Zurzach, Rheinfelden/Laufenburg,
Schaffhausen, Zug und das Bündner Rheintal.
Binnenmigrationsmuster von Personen und
Unternehmen
Nebst dem Schwerpunktthema Innovationsstandort befasst sich
die diesjährige Studie unter anderem mit der Binnenmigration von
Personen und Unternehmen innerhalb des Wirtschaftsraums Zürich.
Im Kontext der "neuen Zuwanderung" hat sich Zürich erneut als
Migrationsmagnet erwiesen. Internationale Neuzuzüger tendieren
dazu, ihren ersten Wohnsitz in einem urbanen Umfeld und in der
Nähe des Arbeitsplatzes zu wählen. Seit einigen Jahren zeigt
sich neu ein Binnenwanderungsmuster, wonach Ausländer ihren
Wohnsitz vermehrt von den Zentren in die umliegenden Gebiete
verlegen, vorwiegend in einkommensstarke, periurbane aber auch
ländliche Pendlergemeinden.
Die Studie stellt innerhalb des Wirtschaftsraums Zürich auch
Standortverlagerungen von Unternehmen zugunsten der
Agglomerationsgürtel fest. Firmen ziehen für ihre betriebliche
Expansion zumeist aus den Städten heraus in die Agglomeration,
wo sie günstigere und grössere kommerzielle Flächen sowie oft
eine direktere Anbindung zu Verkehrsnetzen vorfinden. Dieser
Entwicklung entsprechend haben Zentrumsregionen in den letzten
Jahren denn auch eher eine Nettoabwanderung von Arbeitsstätten
verzeichnet. Die Stadt Zürich beispielsweise hat eine
Nettoabwanderung von Firmen zugunsten der Regionen Glattal,
Limmattal, Pfannenstiel, Zimmerberg und Aarau zu verzeichnen.
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Für Rückfragen:
Willi Meier, CEO, Greater Zurich Area AG
Tel: 044 254 59 59
willi.meier(at)greaterzuricharea.ch
Claudia Magri, Head of Communications, Greater
Zurich Area AG
Tel: 044 254 59 07
claudia.magri(at)greaterzuricharea.ch
Raphael Schönbächler, Credit Suisse Economic
Research
Tel: 044 333 13 72
raphael.schoenbaechler(at)credit-suisse.com
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Über die Studie Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich
Das Standortmonitoring Wirtschaftsraum Zürich wird von der
Credit Suisse im Auftrag der Stiftung Greater Zurich Area
Standortmarketing erstellt. Neben den messbaren Faktoren der
Standortqualität wird die Wahrnehmung des Wirtschaftsraumes von
einer Fülle weiterer Kriterien geprägt. Während der
Wirtschaftsstandort in der internationalen Betrachtung als
Einheit angesehen wird, offenbart die Detailansicht erhebliche
Unterschiede in der Attraktivität der einzelnen Teilregionen.
Ziel des jährlichen Standortmonitoring zum Wirtschaftsraum
Zürich ist es, die Wahrnehmung und die Kenntnis dieses Raumes in
der Öffentlichkeit zu fördern und einen Beitrag zur Stärkung der
funktionalen Optik eines Gebiets zu leisten, in welchem die
Diskrepanz zwischen administrativer und funktionaler
Betrachtungsweise immer grösser wird.
Studie
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Über die Greater Zurich Area AG
Die Non-Profit-Organisation Greater Zurich Area AG ist die
Standortmarketingorganisation des Wirtschaftsraums Greater
Zurich Area. Sie akquiriert Unternehmen im Ausland und
unterstützt diese bei Unternehmensgründungen und
Investitionsvorhaben. Die Trägerschaft liegt bei der Stiftung
Greater Zurich Area Standortmarketing. Seit ihrer Gründung hat
sich der Kreis ihrer Mitglieder auf die Kantone Aargau, Glarus,
Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Zug und Zürich, die
Städte Zürich und Winterthur, sowie rund ein Dutzend
privatwirtschaftlicher Unternehmen erweitert.
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