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Zürich, 31. August 2010
Medienmitteilung
Strukturwandel stärkt den Wirtschaftsraum Greater
Zurich Area
Zunehmende Fokussierung auf
wertschöpfungsintensive Wirtschaftsbereiche erhöht die Nachfrage
nach spezialisierten Arbeitskräften aus dem Ausland.
Der Strukturwandel der letzten Jahre hat das
Wertschöpfungspotenzial im Wirtschaftsraum Zürich stark
verbessert. Dies geht aus einer von Credit Suisse im Auftrag der
Stiftung Greater Zurich Area Standortmarketing erstellten Studie
hervor. Das Beschäftigungswachstum durch Neugründungen und
Zuzüge aus dem Ausland fällt besonders in den Kantonen Zug,
Schwyz und Zürich ins Gewicht. Insbesondere die schon länger
ansässigen Firmen sorgen durch organisches Wachstum für eine
stetige Zunahme an qualifizierten Arbeitsplätzen. Trotz der
Personenfreizügigkeit mit den EU-Ländern bleibt die Rekrutierung
im Wirtschaftsraum Zürich jedoch vergleichsweise schwierig.
In den letzten Jahren hat eine Verlagerung weg von
traditionellen wertschöpfungsschwachen Wirtschaftszweigen hin zu
zukunftsträchtigen Industrie- und Dienstleistungsbereichen
stattgefunden. Eine Analyse der Credit Suisse im Rahmen der
diesjährigen Studie «Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich» bestätigt,
dass dieser Strukturwandel trotz seiner kurzfristigen Härten in
einem Grossteil des Wirtschaftsraums Zürich [der Wirtschaftsraum
Zürich umfasst die Kantone Zürich, Zug, Schwyz, Schaffhausen,
Aargau, Thurgau, Glarus, St. Gallen, Graubünden, Solothurn und
Luzern] eine Verbesserung des Wertschöpfungspotentials der
ansässigen Branchen bewirkt hat. Unter den hochtechnologisierten
Branchen mit grosser Wertschöpfung sind insbesondere die
Bereiche Pharmaindustrie sowie IT-Hardware gewachsen. Im
Dienstleistungssektor legten insbesondere die
Informationstechnologie und die Unternehmensdienstleistungen zu.
Den stärksten Einfluss auf das Wertschöpfungspotential des
Branchenportfolios hatte der Strukturwandel in voralpinen und
alpinen Regionen wie dem Glarner Hinterland, Toggenburg und
Prättigau, in ländlichen Gebieten wie Willisau und dem
Sarganserland sowie in den Agglomerationsregionen Glattal und
Furttal.
Ansässige Unternehmen unterstützen positive
Beschäftigungsdynamik
Der Strukturwandel sorgt auch für eine positive
Beschäftigungsdynamik. Eine Analyse der
Beschäftigungsentwicklung zwischen 1995 und 2008 zeigt, dass der
grösste Anteil der neu geschaffenen Stellen durch organisches
Wachstum der bereits ansässigen Unternehmen entstand. Diese
trugen in dieser Zeit 4.5 Prozentpunkte zum gesamten
Beschäftigungswachstum von 10.3 Prozent bei. In den Kantonen
Zug, Thurgau, Aargau, St. Gallen und Schwyz lag der Beitrag
deutlich höher.
In den Kantonen Zug, Schwyz und Zürich waren Neugründungen und
Zuzüge aus dem Ausland massgeblich am Wachstum beteiligt. In der
Summe trugen sie jedoch in der Betrachtungsperiode weniger zum
Wachstum bei als die bereits niedergelassenen Unternehmen. Die
Kantone Glarus und Graubünden weisen zwar die tiefsten
Gründungsraten auf, dagegen bleiben einmal hier niedergelassene
Firmen am längsten bestehen. Daneben profitierten einige
Regionen von der Binnenmigration von Unternehmen aus den
wirtschaftlichen Ballungszentren in die Agglomeration. Die
höchsten Wachstumsbeiträge weisen diesbezüglich die
Agglomerationen rund um die Städte Zürich und Winterthur sowie
die Regionen Lorzenebene/Ennetsee, Einsiedeln und March/Höfe
auf. Weitere Migrationsgewinner sind das Fricktal, Aarau, Sursee/Seetal
und das Entlebuch.
Stellen trotz rekordhoher internationaler Zuwanderung
weiterhin schwierig zu besetzen
Die Möglichkeit, Arbeitskräfte im EU-Raum zu rekrutieren, sorgte
im Konjunkturaufschwung bis 2008 für eine relativ niedrige
Anzahl offener Stellen. Eine rekordhohe Zahl von Personen im
Erwerbsalter zog in den letzten Jahren aus europäischen Ländern
in den Wirtschaftsraum Zürich. Allein 2008 zogen rund 14'300
Personen im Erwerbsalter aus dem Ausland in den Wirtschaftsraum
Zürich. Anders als in anderen Landesteilen bleibt im
Wirtschaftsraum Zürich die Rekrutierung von Arbeitskräften
jedoch vergleichsweise schwierig. Dies ist unter anderem eine
unmittelbare Konsequenz der verstärkten Fokussierung der
Branchenstruktur auf wissensintensive Wirtschaftsbereiche.
Internationale Attraktivität: Finanzkrise hat die Karten neu
verteilt
Die Schweiz und der Wirtschaftsraum Zürich gehören weiterhin zu
den weltweit attraktivsten Wirtschaftsstandorten. Die
Finanzkrise hat die Rahmenbedingungen zahlreicher Standorte
massgeblich beeinflusst und die Karten im internationalen
Standortwettbewerb neu verteilt. Neben Themen wie der
staatlichen Verschuldung, Währungsstabilität sowie
Vergütungssystemen stehen Regulierungsfragen im Zentrum der
internationalen Diskussionen um Rahmenbedingungen. Die Schweiz
und der Wirtschaftsraum Zürich konnten sich aufgrund
frühzeitiger Interventionen und geschickter regulatorischer
Änderungen in einer Mehrzahl der standortrelevanten Faktoren
einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz sichern.
Dennoch ist der internationale Standortwettbewerb unvermindert
hart geblieben und der Vorsprung kann schnell verloren gehen.
Die jüngsten Entwicklungen – auch in Bezug auf die begrenzte
Rekrutierbarkeit von ausländischen Spezialisten für die
wachsenden wertschöpfungsintensiven Branchen – zeigen, dass
weiterhin Verbesserungsbedarf besteht. Der Wirtschaftsraum
Zürich muss seine Stärken gegenüber den Konkurrenten im In- und
Ausland weiter ausbauen und selbstbewusst nach aussen
vermarkten.
***
Thomas Rühl, Leiter Regionalanalyse, Credit
Suisse, wird die wichtigsten Ergebnisse der Studie am Forum
Standortmonitoring präsentieren.
Datum: Dienstag, 31. August 2010, 17.00 h
Veranstaltungsbeginn
Ort: Lake Side Casino Zürichhorn, Zürich
Die vollständige Studie kann auf dem Internet
heruntergeladen werden:
Standortmonitoring 2010: Studie
Standortmonitoring 2010: Detailprogramm
Für Rückfragen:
Claudia Magri, Kommunikationsleiterin, Greater Zurich Area AG,
Tel 044 254 59 07,
Claudia Magri per eMail kontaktieren
Thomas Rühl, Leiter Regionalanalyse, Credit
Suisse Economic Research,
Tel 044 333 72 65;
Thomas Rühl per eMail kontaktieren
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Über die Studie Standortmonitoring
Wirtschaftsraum Zürich
Das Standortmonitoring Wirtschaftsraum Zürich* wird von der
Credit Suisse im Auftrag der Stiftung Greater Zurich Area
Standortmarketing erstellt. Neben den messbaren Faktoren der
Standortqualität wird die Wahrnehmung des Wirtschaftsraumes von
einer Fülle weiterer Kriterien geprägt. Während der
Wirtschaftsstandort in der internationalen Betrachtung als
Einheit angesehen wird, offenbart die Detailansicht erhebliche
Unterschiede in der Attraktivität der einzelnen Teilregionen.
Ziel des jährlichen Standortmonitoring zum Wirtschaftsraum
Zürich ist es, die Wahrnehmung und die Kenntnis dieses Raumes in
der Öffentlichkeit zu fördern und einen Beitrag zur Stärkung der
funktionalen Optik eines Gebiets zu leisten, in welchem die
Diskrepanz zwischen administrativer und funktionaler
Betrachtungsweise immer grösser wird.
*Der Wirtschaftsraum Zürich umfasst die Kantone Zürich, Zug,
Schwyz, Schaffhausen, Aargau, Thurgau, Glarus, St. Gallen,
Graubünden, Solothurn und Luzern.
Über die Greater Zurich Area AG
Die Non-Profit-Organisation Greater Zurich Area AG ist die
Standortmarketingorganisation des Wirtschaftsraums Greater
Zurich Area. Sie akquiriert Unternehmen im Ausland und
unterstützt diese bei Unternehmensgründungen und
Investitionsvorhaben. Die Trägerschaft liegt bei der Stiftung
Greater Zurich Area Standortmarketing. Seit ihrer Gründung hat
sich der Kreis ihrer Mitglieder auf die Kantone Aargau, Glarus,
Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Zug und Zürich, die
Städte Zürich und Winterthur, sowie rund ein Dutzend
privatwirtschaftlicher Unternehmen erweitert.
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